Verwertbarkeit von Dashcams im Zivilprozess

Beim Erwerb einer Dashcam sollte man darauf achten, dass die Aufnahmen nur wenige Sekunden vor und nach dem Schadenereignis dauerhaft gespeichert werden. Sonst kann man sich den Kauf und die Montage in der Frontscheibe aufgrund fehlender Verwertbarkeit auch sparen.

So hat das LG Traunstein am 01.07.2016 entschieden, dass die Aufnahmen einer Dashcam, die technisch so gestaltet ist, dass sie nur die 15 Sekunden vor und nach einem „auslösenden Ereignis“ (starke Bremsung, starke Seitenfliehkräfte, Kollision) dauerhaft speichert und die sonstigen Aufnahmen ohne auslösendes Ereignis alle 30 Sekunden endgültig und nicht mehr rekonstruierbar überschreibt, im Zivilprozess verwertbar sind.
Landgericht Traunstein, Urteil vom 1.7.2016 – 3 O 1200/15