Keine Arglist bei Verschweigen einzelnen Arztbesuchs in Berufsunfähigkeitsversicherung

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist der Nachweis eines arglistigen Verschweigens gefahrerheblicher Umstände nicht geführt, wenn der Versicherungsnehmer bei Antragstellung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung einen unstreitig vereinzelt gebliebenen Arztbesuch verschweigt, aus dessen Anlass ihm auf einem Formular des Rentenversicherungsträgers körperliche und psychische Beschwerden attestiert werden, und es nahe liegt, dass ihm dadurch vornehmlich die Bewilligung einer «Familienkur» ermöglicht werden sollte.
OLG Saarbrücken, Urteil vom 09.05.2018 – 5 U 23/16